Am 9. Oktober ist der erste Stil-Salon

Oktober 7, 2005

Am kommenden Sonntag erwarte ich eine kleine Runde erlesener Gäste zum ersten Stil-Salon in meiner „Salon-Wohnung“ in der Kantstrasse im Berliner Stadtteil Charlottenburg. Angesagt haben sich neben den Hauptdarstellern der am 11. Oktober um 18:50 Uhr im ARD-Programm startenden neuen Serie „Abenteuer 1927 Sommerfrische“ noch eine Reihe von lustigen und originellen Tee-Gästen:

Manfred Lesch, Weinexperte und Dozent ist der Ehrengast und Referent. Das Thema des Ästetik-Dozenten: „Zur Kulturgeschichte des Weines -
Heiteres, Besinnliches, Wissenswertes“.

Als Gäste haben zugesagt:

- Steuerberater Daniel Utecht & Markus Lenz;
- Box-Profi Axel Schulz aus Potsdam und Patricia Reich;
- Carola Blum, die Verkaufschefin des neuen Hotel Concorde an der Berliner Joachimsthaler Strasse, und A.Blum;
- Thomas Stillmann, Geschäftsführer der Chartergesellschaft Windrose, und Begleitung;
- Frau Peiniger, Leiterin der Potsdamer Platz Arkaden;
- Regina König Kommunikations-Chefin Total, und Hasso de la Fontane;
- Hans-Peter Wodarz, weltberühmter Koch und Produzent von Pomp, Duck & Circumstance, und Tatjana Rathel;
- Peter Kurth (Vorstand des Entsorgungsunternehmens Alba und früherer Finanz-Senator);
- Klaus Wardius Kretschmann, Marketing-Chef aller Berliner Karstadt-Häuser, und Olaf Kretschmann;
- Alexandra Wenning , Journalistin BZ Boulevard Berlin;
- Alissia Passia, Viola Tillinger, Nico Ehlert, Friends & Co.; Letzterer ist Chef und Inhaber der Werbeagentur und Mitveranstalter der Stil-Salons
- Gabriele Bucholz, Mitinhaberin Kongredi, und Sohn Sebastian Buchholz;
Rudolf Leski (KLK Bike) Begleitung.;
- Martin v. Arnim, Personalberater und früherer Partner von Uwe Fenner, und Leonie v. Arnim, die dem Gastgeber bei der Auswahl der englischen Tee-Verköstigung berät;
- Preußenkrimi-Schriftsteller Dr. Tom Wolf
- Frank M. Strobelt, Stiftungsberatung und Sibylle Koemer-Tübben;
- Olaf Elias, Inhaber der Handlung für Historische Bauelemente im brandenburgischen Marwitz und seine Frau Hanin Elias, die berühmte Rocksängerin;
- Dr. Stephan Ziegler, der Zahnarzt mit der schönsten Praxis Deutschlands am Kurfürstendamm 64, und Nils Radsack;
- Susanne Vogel, die „Gnädige Frau“ in der neuen ARD-Serie „Sommerfrische 1927“
- Roland Gruschka & Herzdame (Sommerfrische 1927)
- Sarah Hackenberg (Sommerfrische 1927)
- Miriam Stober und Freundin Elke (Sommerfrische 1927)
- Florian Fries & Christoph Sauer (Sommerfrische 1927)

Außerdem

Klavierspieler Cornelius v. Zitzewitz
und Stephanie v.Tiedemann , die Geschäftspartnerin von Uwe Fenner (Institut für Stil und Etikette Hildegard von Heyne).

Natürlich gibt es die zum britischen High-Tea üblichen englischen Sandwiches und Cakes.

Dazu schrieb mir meine Geschäftspartnerin Stephanie von Tiedemann, die lange im Vereinigten Königreich gelebt hat:

„Folgendes wird klassischerweise im Königreich zum Tee gereicht:

- scones mit clotted cream und strawberry jam
- cucumber sandwiches
- egg and cress sandwiches

eventuell auch Kuchen, vorzugsweise Fruchtkuchen (fruitcake!, das ist nicht zu verwechseln mit Erdbeertorte oder Zwetschgendatschi, und schmeckt ultimativ…
Also: scones sind offene Kringel, am ehesten zu vergleichen mit Hörnchen, aber keine Croissants! Clotted cream ist “death by calories” und in Deutschland zu ersetzen durch “double cream”, die geschlagen wird. Scones kann man nicht importieren, denn - wie mir mein wunderbarer und wunderbar exzentrischer Freund Malcolm mitgeteilt hat: “I am afraid, scones don´t travel…” was immer das heißen mag! Die Engländer essen ja eigentlich nur “marmelade” und das ist ausschließlich Orangen-Marmelade, alles andere muss sich unter dem Gesamtbegriff “jam” tummeln, so auch die Erdbeermarmelade, die zum Tee gereicht wird. Diese drei Zutaten werden getrennt gereicht; der Gast entscheidet optional.

Jetzt zu den Sandwiches:

Das ist immer weißer, ganz weißer Toast, den hier in Deutschland eigentlich gar niemand mehr isst. Der wird leicht getoastet, gebuttert und dann mit

- gesalzenen Gurkenscheiben (natürlich geschälten Gurkenscheiben) und die anderen mit
- einer Matschepampe aus hart gekochten Eiern und Kresse belegt.

Dann kommt die zweite Toastscheibe obendrauf (in memoriam Earl of Sandwich), die Ränder des Toasts werden abgeschnitten und die “Klappstulle” diagonal (das ist ganz wichtig!) durchgeschnitten. Du kannst Dir vorstellen, dass die ganze Chose bei auch nur kurzer Wartezeit matschig wird - deshalb sollte die Wartezeit durchaus etwas länger dauern, denn matschig ist erwünscht!

Dazu werden traditionell zwei Teesorten angeboten: chinese and indian. Alle Engländer, die ich getroffen haben, trinken gern “Earl Grey”, wofür ich immer dankbar war! Vielleicht könnte die zweite Sorte ein Lapsang Suchong sein oder auch ein Assam - ich bin totaler Ignorant, da ich zwar eimerweise Tee trinke, aber immer nur Earl Grey.

Zum Tee gibt es weißen Zucker, Kandiszucker, Milch und Rahm (Sahne für unsere hochdeutschen Leser).

Malcolm bemerkte zur Teezeremonie: “to your delight and ruin” - Das gefällt Die doch sicher!“

Soweit meine Co-Trainerin und Co-Coacherin Stephanie. In der Tat gefällt mir das! Ich denke, das ist guter Stil, und guter Stil beim Tee ist letztlich der Grundgedanke dieser neuen Salon-Veranstaltungen, deren Premiere am Sonntag angesagt ist. Jeden zweiten Sonntag im Monat wird es in Zukunft einen Stil-Salon in der Kantstrasse geben. Die nächsten Daten und Themen:

Sonntag, 13. November 2005, Tafelkultur
Sonntag, 11. Dezember 2005, Weihnachtskultur
Sonntag, 8. Januar 2006, Stil und Kleidung
Sonntag, 12. Februar 2006, Stil und Büro
Sonntag, 12. März 2006, Stil und Sprache
Sonntag, 9. April 2006, Bewegung mit Stil
Der Kostenbeitrag, der vor Ort erhoben wird, beträgt Euro 25,-. eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich.

Herzlichst, Ihr Uwe Fenner, www.institut-fuer-stil-und-etikette.de