Hauptsache teuer und vom Markenlabel scheint das Motto vieler Menschen heutzutage zu sein. Sicherlich garantiert Markenware eine besondere Qualität und hinterlässt mit Sicherheit auch bei den eine oder anderen ordentlich Eindruck.

Doch wer braucht eigentlich diesen ganzen Schnick-Schnack für überteuerte Preise? Im Grunde niemand! Auch Menschen mit einem kleineren Geldbeutel können glamourös und trés chic aussehen. Langsam aber sicher entwickelt sich in den Hauptstädten des Landes nämlich ein ganz neuer Trend: Second Hand. Viele junge Leute stöbern lieber stundenlang in einer muffigen Allzweckhalle anstatt in 15 Minuten für ein Top hunderte Euros auszugeben.

Riesen Auswahl zu kleinen Preisen

In Second Hand findet man alles was das Herz begehrt: von Schuhen, über Handschuhe und Kleider, bis hin zu imposanten Hüten. Zudem ist unter Garantie für jeden etwas Passendes dabei. Und wenn nicht, schlendert man einfach in den nächsten Second Hand laden und sucht wie Sherlock Holmes nach dem großen Schatz. Denn was viele nicht wissen: In Second Hand Läden verstecken sich so manche hochkarätige Marken. Von Gucci, Louis Vuitton bis hin zu Prada und Chanel. Natürlich uralte Kollektionen. Gottseidank ist der Retro-Trend derzeit anhaltend wieder im Vormarsch.

Auch die Herren der Schöpfung können in Second Hand fündig werden. Von den angesagten Retro Sachen mal abgesehen, verstecken sich in diesen Läden auch zahlreiche wunderschöne Anzüge. Gerade für junge Männer sind Anzüge immer erst mal etwas befremdlich. Doch jeder Mann sollte mindestens einen Anzug im Schrank hängen haben. Dabei sollte die oberste Priorität der Schnitt sein. Ein schlecht sitzender Anzug ist für Leib und Seele ein absoluter Graus. Doch es erweist sich auch bei Second Hand Anzüge – Stil muss nicht teuer sein.

Daher sei jedem jungen Mann, dem das nötige Kleingeld für einen Armani oder Hugo Boss Anzug fehlt, geraten sich umgehend in einen Second Hand Laden zu bewegen und zu stöbern. Dann brauch man für das nächste Vorstellungsgespräch wenigstens nicht mehr die Gedanken an das passenden Outfit verschwenden.

Ein Hoch auf Second Hand!

anzugSie sind elegant, klassisch und absolut zeitlos: Anzüge. Ob schwarz, weiß, grau oder blau – kombiniert mit dem richtigen Hemd und der richtigen Krawatte zaubern Anzüge aus jedem Mann einen echten Gentleman. Während in Business Berufen in der Wirtschaft, in Banken oder bei Managern Anzüge schon als Berufskleidung durchgehen, kommen immer mehr Männer auch außerhalb dieser Branche auf den Geschmack.

Viele kombinieren auffällige Sakkos mit ihrer legeren Alltagskleidung und zaubern somit ein unkompliziertes und schickes Outfit.

Doch Anzug ist nicht gleich Anzug

Nicht nur bei den Farben gibt es Unterschiede, Anzüge unterscheiden sich auch im Schnitt, Design, Material und natürlich im Preis. Je nach Anlass bieten sich unterschiedliche Arten von Anzügen an. Man(n) sollte also vorher genau überlegen welcher Zweiteiler er zu welcher Veranstaltung tragen möchte und noch viel wichtiger welcher Anzug sich auch eignet. Grundsätzlich sollte aber ein Anzug vor allem perfekt oder möglichst sehr gut sitzen. Die Passform ist das A und O eines Anzugs und sollte bei jedem Kauf im Mittelpunkt stehen.

Qualität hat ihren Preis

Viele Männer lassen sich im Laufe ihres Lebens mindestens einen Anzug auf den Leib schneidern. So eine kostspielige Anschaffung kann sich natürlich nicht jeder leisten. Mittlerweile gibt es auch sehr gute Anzüge von der Stange, sowohl in Qualität des Materials als auch ausgehend von der Passform. Mit einem Anzug von C&A kann man(n) nicht viel falsch machen. Das umfangreiche Sortiment an verschiedenen Marken, wie z.B. Canda oder Westbury, bestechen vor allem durch die Kombination von Funktionalität, Sicherheit und Eleganz und bietet zudem Jung und Alt, Groß und Klein eine riesige Palette an wunderschönen Anzügen. Generell muss aber festgehalten werden, dass man(n) für einen Anzug schon ein bisschen tiefer in die Tasche greifen sollte.

Anzüge stehen einfach jedem. Sie verleihen dem Träger eine bestimmte Aura und wirken sich oftmals auch durchaus positiv auf das eigene Selbstvertrauen aus. Da überrascht es wohl kaum, dass auch immer mehr Frauen auf den beliebten Zweiteiler zurück greifen, ob beruflich oder privat.

Fest steht: Mit Anzügen liegt man immer im Trend!

Anzüge, speziell in Verbindung mit der Herren-Abendgarderobe, sind ein dankbares Thema, denn die Richtlinien sind hier recht klar und unmissverständlich. Manchmal gibt es jedoch mehrere denkbare Alternativen und diffizile Situationen, in denen man mit dem falschen Anzug einen eher negativen Eindruck hinterlässt. Hier also ein kleiner Ratgeber zum Thema Gesellschaftsanzüge.

[click to continue…]

Geht es um den Gebrauch korrekter Umgangsformen sind selbst Menschen, die sich gemeinhin als höflich und gesellschaftsfähig betrachten, in Fragen der Etikette und des Stils oft nicht auf dem neuesten Stand. Und das, obwohl der richtige „Benimm“ im Berufsleben immer öfter über die Karriere und den Erfolg entscheidet. Um herauszufinden, wie es um die eigenen Kenntnisse bestellt ist und wie diese gegebenenfalls erweitert und aktualisiert werden können, bietet ein Business-Knigge Seminar den richtigen Einstieg in die Welt des guten Benehmens. Einer der bekanntesten Seminarleiter Deutschlands ist Uwe Fenner. Der Berliner Volljurist und Unternehmensberater sorgt seit Jahren dafür, daß Arbeitnehmer aus allen hierarchischen Ebenen den nötigen „Feinschliff“ bekommen. Seine Schulungen zu den Themen “Guter Stil und Tischetikette”, “Kundenevents richtig nutzen” und “Stilvoll und effektvoll verhandeln“ geben Interessierten das nötige Rüstzeug an die Hand, um zukünftig keine gesellschaftlichen Fettnäpfchen und Fallstricke mehr fürchten müssen.

procontra online: Guten Tag, Herr Fenner. Wie wichtig ist neben der fachlichen Qualifikation eigentlich die soziale Kompetenz eines Arbeitnehmers?

Uwe Fenner: Mittlerweile ist sie fast wichtiger. Beim Einstieg in einen Beruf ist natürlich die fachliche Qualifikation die wichtigste Vorraussetzung. Je höher man jedoch in der Hierarchie steigt, desto mehr verschiebt sich dieser Zustand zu Lasten der fachlichen und zu Gunsten der sozialen Faktoren, der so genannten Soft Skills.

procontra online: Das bedeutet doch im Umkehrschluss, dass selbst anfänglich Branchenfremde ihre mangelnde fachliche Qualifikation im Laufe der Zeit durch ihre Social Skills wettmachen können. Stimmt das?

Fenner: Wenn sie führen können, ist das immer von Vorteil. Das Fachliche wird natürlich von vielen Unternehmen noch vorausgesetzt, aber es wird teilweise etwas überschätzt. Ein gutes Beispiel hierfür ist Herman-Josef Lamberti, der erst im Vorstand von IBM saß und dann zur Deutschen Bank gerufen wurde. Ähnlich verhält es sich in der Politik. Heute noch Entwicklungsminister und morgen schon Wirtschaftsminister. Hier geht es nur darum, ob jemand führen kann. Entscheidend sind die soziale Kompetenz und der Umgang mit den Menschen. Die fachlichen Inhalte bearbeitet dann sowieso ein Stab hervorragend ausgebildeter Spezialisten.

procontra online: Wie kann ich meine soziale Kompetenz verbessern?

Fenner:
Durch Übung und Erfahrungen. Oft sind Negativ-Erfahrungen, die lehrreichsten. Wenn ich spüre, dass es mir ein paar Mal nicht gelungen ist, meine Mitarbeiter zu erreichen, dann muss ich mich fragen, ob ich mich richtig verhalte. Natürlich habe ich dann die Möglichkeit Seminare zum Thema „ Wie führe ich richtig“ zu besuchen oder mich  weiterbilden zu lassen. Das Entscheidende hier ist vor allem, bin ich authentisch? Authentizität ist ein ganz wichtiger Faktor. Das bedeutet jetzt nicht, dass man sich gehen lassen soll. Es heißt, seine Ideen zu verwirklichen, sich treu zu sein und dennoch auf alle Beteiligten einzugehen. Selbstdiziplin spielt dabei eine große Rolle. Und Ehrlichkeit. Macht bedeutet auch immer, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Das ist korrektes Verhalten und guter Benimm.

procontra online: Nach diesem allgemeinen Einstieg über die Bedeutung der sozialen Kompetenz in der Berufswelt, komme ich nun zu ganz konkreten Fragen des guten Stils und der Etikette.

Wie wichtig ist die richtige Begrüßung?

Fenner: Erst einmal ist es wichtig überhaupt zu begrüßen. Viele Menschen kommen in einen Raum und stellen sich dann einfach zu einer Gruppe und warten darauf das jemand den Anfang macht. Es ist natürlich immer einfacher, auf Menschen zuzugehen, die man bereits kennt. Aber selbst hier sollte man, wenn es die Gruppenstärke von ca. 15 Personen nicht übersteigt, jeden einzelnen begrüßen. Meist geschieht dies ja mit einem freundlichen Wort und einem Handschlag.
Die Begrüßung hat auch viel mit dem Naturell einer Person zu tun. Präferiere ich eher den höflichen, distanzierten Stil, so kann ich eine Gruppe auch in ihrer Gesamtheit ansprechen. Guten Morgen, meine Herren, dann wollen wir gleich mal zu Tagesordnungspunkt eins übergehen… ist hier beispielsweise eine gängige Variante. Bevorzuge ich den persönlicheren Kontakt, so wähle ich die Begrüßung mit Handschlag und dem Namen jedes einzelnen Teilnehmers eines Seminars oder einer Mitarbeiterrunde. Bei externen Personen würde ich immer zur persönlichen Begrüßung raten. Innerbetrieblich kommt es darauf an, wie sich der allgemeine Verhaltskodex gestaltet. Beide Varianten sind gängig und gleichermaßen korrekt.
Die richtige Begrüßung bleibt eben auch unter Beachtung der einfachsten Regeln der Höflichkeit immer eine ganz persönliche Entscheidung. Es gilt jedoch stets zu beachten, dass Ranghöhere im Unternehmen immer den Stil, bzw. die Nähe oder Distanz der Begrüßung vorgeben. In der Arbeitswelt heißt das ganz konkret: nicht der Auszubildende streckt dem Chef die Hand entgegen, sondern der Chef beginnt die Begrüßung. Eine einfache hierarchische Gliederung. Anders verhält es sich jedoch außerhalb des Business, im Rahmen einer Gesellschaft beispielsweise. Dann wird die Frau immer vor dem Mann und das Alter vor der Jugend begrüßt. Herren im meinem Alter neigen jedoch stets dazu, die Dame auch im Business bevorzugt zu behandeln.

procontra online: Meist sind es ja schon Kleinigkeiten, die mangelnde Kenntnisse im Bereich der Etikette und der Kommunikation entlarven. Auf den Gebrauch welcher allgemein als höflich geltender Floskeln sollte ich zukünftig auf jeden Fall verzichten?

Fenner: “Angenehm”. Sollte man niemals sagen. Wenn wir einander vorgestellt werden und Sie sagen, Guten Tag, mein Name ist Dina Herrler und ich antworte mit “Angenehm, Uwe Fenner”. Das geht gar nicht. Ging es noch nie. Außerdem sollte man sich selber nie mit Guten Tag, ich bin Herr Schmidt oder Herr Doktor Schmidt oder ähnliches vorstellen. Der Vor- und Zuname reichen. Der feine Herr bezeichnet niemals sich selber als Herr. Wenn ein Doktor oder Professorentitel bekannt ist, wird ihr höfliches Gegenüber ihn sicherlich in die Begrüßung einfließen lassen. Unbedingt zu erwähnen in der Anrede sind natürlich Titel wie Herr Ministerpräsident oder Herr Staatssekretär. Wenn man einmal nicht weiß, wie jemand korrekt angesprochen wird, oder wenn man einen Namen vergessen hat, sollte man keine Scheu haben höflich nachzufragen. Gutes Benehmen bedeutet auch Fehler zu korrigieren und aus ihnen zu lernen. Sollte man sich einen Namen oder Umstand partout nicht merken können, hilft auch ein kleiner Merkzettel in der Innentasche des Jackets. Denn ein drittes oder viertes Mal wird niemand gerne nach seinem Namen oder seiner Funktion gefragt.

procontra online: Wie verhält es sich mit Floskeln wie “Gesundheit” oder “Guten Appetit” zu Beginn einer gemeinsamen Mahlzeit? Sagt man das noch?

Fenner: Was heißt hier noch? Diese Begrifflichkeiten waren noch nie richtig vornehm. Wenn einer Körperlichkeiten von sich gibt, dann übergeht man das einfach. Allenfalls entschuldigt sich derjenigen, der die Geräusche von sich gegeben hat. Das ist eigentlich nichts Neues. Nur die Diskussion darüber ist neu.
“Guten Appetit” ist nicht mehr als eine bürgerliche Sitte. Sagen Sie mal in einer vornehmen Gesellschaft oder im Adelskreis zu Beginn eines Dinners “Guten Appetit”. Ist einfach nicht überall üblich. Guten Appetit können Sie in der Kantine oder im Familienkreis sagen. Gutes Benehmen bedeutet auch immer, die Gepflogenheiten der Runde zu beachten. Durch Allüren aufzufallen oder sich einen Sonderstatus anzumaßen, ist das Gegenteil guter Manieren. Es geht hier um eine feine Form der Anpassung.

procontra online: Da der Smalltalk für den Einstieg in eine Unterhaltung mit Unbekannten unerlässlich ist, würde mich interessieren, welche Themen sich für einen gelungen Smalltalk eignen, und welche ich auf jeden Fall vermeiden sollte.

Fenner: Smalltalk.

Was ist denn Smalltalk überhaupt für ein Wort? Wenn meine Mutter früher von einer Gesellschaft kam, und ich fragte sie, wie der Abend gewesen sei, dann antwortete sie gelegentlich, insbesondere wenn es langweilig gewesen war: „Ach nichts Besonderes, nur Smalltalk:“

procontra online: Der Smalltalk ist doch aber wichtig, um eine erste Begegnung zu ermöglichen…

Fenner: Sie haben ja Recht. Aber dieses schreckliche Wort..

procontra online: Welche Themen bieten sich denn nun an?

Fenner: Wichtig ist es, einen Bezug zu schaffen zur Situation. Das kann auch ganz profan mal das Wetter sein, wenn man zum Beispiel nass geworden ist. Der Bezug kann auch der gerade gemeinsam erlebte Vortrag sein, über dessen Inhalte man sich noch einmal austauschen möchte. Das ist guter Smalltalk. Extrem erfolgversprechend sind auch Komplimente. Komplimente kann man nie genug machen. Denn obwohl der andere weiß, daß man vielleicht ein wenig zu dick aufträgt, freut er sich dennoch und fühlt sich geschmeichelt. Ein glücklicher Gesprächspartner ist auch immer ein offener Gesprächspartner.

procontra online: Da wir ja nicht nur verbal, sondern auch nonverbal miteinander interagieren, würde mich interessieren, wie ich meine Körpersprache nutzen kann, um als höflicher und interessierter Mensch wahrgenommen zu werden. Oder anders herum, was sollte ich auf keinen Fall tun?

Fenner: Das Wichtigste ist auch hier wieder, authentisch zu sein. Ich muss mich dem Gesprächspartner widmen. Ihn ansehen, mich einfühlen, zuhören. Ich kann mich mit verschränkten Armen hinsetzten und Ihren Ausführungen mit einem gelegentlichen Nicken folgen und ansonsten in die Luft gucken. Oder ich höre Ihnen aktiv zu, stelle Zwischenfragen, reagiere mimisch und gestisch auf ihren Vortrag. Ehrliche Anteilnahme ist hier unerlässlich. Diese Ehrlichkeit und das Interesse überträgen sich automatisch auf die Körpersprache. Die Spannung und Energie, die Sie durch das aktive Zuhören ausstrahlen, überträgt sich dann auch auf ihren Gesprächspartner, den Sie so bereits ohne wirklich etwas gesagt zu haben, von ihrer Stärke und Kompetenz überzeugen können. Seien Sie enthusiastisch, haben Sie Freude daran, ihrem Gegenüber zu signalisieren, dass Sie ihn oder sie verstehen und miterleben, was er oder sie Ihnen erzählt.

procontra online: Was kann ich tun, wenn ich zwar gerne zuhöre, aber nicht wirklich gerne vor vielen Menschen referiere? Wie kann ich meine Körpersprache nutzen, um dennoch zu überzeugen?

Fenner: Das ist nur durch ständiges Üben möglich. Als erstes sollten Sie das richtige Stehen üben. Und lernen Sie, die Hände für den Vortrag zu gebrauchen. Benutzen Sie die Hände nicht, um ein Manuskript oder ihre Aufzeichnungen zu umfassen. Halten Sie die Hände grundsätzlich dann auf Höhe der Körpermitte, wenn Sie sie nicht gerade zur wirksamen Unterstreichung Ihres Gesagten zur Gestikulation einsetzen. Lassen Sie ihre Arme nicht schlaff herunterhängen oder vergraben sie die Hände in den Hosentaschen. Stellen sie Blickkontakt her. Am besten lassen Sie ihren Blick wandern und fixieren immer wieder Einzelne. Damit erreichen Sie alle im Raum. Bereiten Sie sich inhaltlich gut vor, dann können Sie ihren Vortrag genießen und mögliche Varianten ausprobieren. Benutzen Sie nur Stichworte, freies Sprechen ist unerlässlich, wenn Sie mit dem Auditorium in Kontakt bleiben wollen.

procontra online: Ich habe unser Gespräch sehr genossen. Aber wie beende ich ein unangenehmes oder konfliktreiches Gespräch, ohne mein Gegenüber vor den Kopf zu stoßen?

Fenner:
Hier ist Diplomatie gefragt. Ist dem Ende des Gesprächs eine Meinungsverschiedenheit vorausgegangen, so konzentrieren Sie sich auf die wenigen Gemeinsamkeiten und finden Sie einen weichen Ausklang. Sagen Sie statt „mit Ihnen kann man ja nicht reden“, lieber „in Zukunft sollten wir uns auf die Themen beschränken, die uns verbinden.“ Seien Sie ruhig ehrlich, wenn Ihnen der Verlauf eines Gespräches nicht gefällt und Sie es beenden möchten. Vermeiden Sie jedoch ihrem Gegenüber die eigene Meinung wie einen nassen Waschlappen um die Ohren zu hauen. Wir neigen sehr schnell dazu, eine Situation, die entgegen unserer Erwartung verlaufen ist, mit einer Schuldzuweisung zu versehen und uns mit negativen Gefühlen zu befrachten. Das ist gar nicht nötig. Es ist besser weniger zu werten und neutraler zu agieren. Wenn Ihr Gesprächspartner Ihnen vielleicht sogar zustimmt, dass dieses Gespräch nicht optimal verlaufen ist, haben sie bereits den ersten Schritt aus der Unbehaglichkeit gemacht. Jetzt können Sie das Gespräch entspannt verlassen oder sogar unter neuen Vorzeichen und zu einem anderen Zeitpunkt wieder aufnehmen.

procontra online: Leider ist unser Gespräch nun am Ende angelangt, Herr Fenner.
Ich danke Ihnen für Ihre Zeit und die vielen interessanten Denkanstöße.

Frau A. S. schrieb mir via Facebook:


Sehr verehrter Herr Fenner,

ich hoffe es ist in Ordnung, dass ich Sie hier mit einer Frage behellige. Aber etliche Diskussionen mit Freunden und Bekannten haben eher mehr Verwirrung gestiftet, als Licht ins Dunkel zu bringen. Daher hier meine Fragen mit der Bitte um Ihre Hilfestellung:

1. Ich gehe mit einer Freundin in die Oper. Was ziehe ich an? Ich bin 25 Jahre alt und habe etliche Dinge im Kleiderschrank: Vom Hosenanzug über das klassische Etuikleid bis hin zum langen Abendkleid. Haben Sie vielleicht eine Empfehlung?

2. Im Juli heiratet eine Freundin von mir. Sie feiert abends im heimischen Garten. Auf meine Rückfrage bezüglich der Kleiderordnung bekam ich die Antwort: festlich und so, als wenn man ins Theater ginge. Was genau darf ich darunter verstehen, bzw. – auch hier, was ist Ihre Empfehlung?

Ich danke Ihnen vorab für Ihre Hilfe und sende viele Grüße aus Berlin

A. S.

Meine Antwort:

Sehr verehrte Frau S., liebe A.,

bei der Oper kommt es darauf an.
1. In welcher Stadt gehen Sie ins Opernhaus?
2. Ist dieser Opernabend Teil eines Festspielzyklus?
3. Handelt es sich um einen Premierenabend?

Generell kann man sagen, dass das Opernpublikum in Berlin sich besonders schlecht anzieht. Hier sieht man selbst bei einer Premiere zum Beispiel im Rahmen der Opernfestspiele in der Staatsoper Unter den Linden selten einen Smoking oder ein langes Abendkleid und wenn, dann ist der Träger ein höflicher Diplomat aus einem fernen Land, der das Gastland Deutschland damit ehren will und die lockeren Sitten in Berlin noch nicht so recht kennt. Eigentlich schade.

Ich nehme mal an, dass Sie nicht zu einem Opernabend gehen, der im Rahmen von Festspielen stattfindet. Denn bei den Bayreuther Festspielen und auch den Salzburgern, Baden-Badenern und Münchner Festspielen sind Smoking und langes Abendkleid Standard. In Verona nur im Innenraum und vorne in der Arena, ansonsten durcheinander. In Glyndebourne nahezu Pflicht. Ich nehme ferner an, dass es sich bei Ihrem Opernabend nicht um eine Premiere handelt; denn das Premierenpublikum zieht sich im Allgemeinen etwas besser an.

Wenn also meine Annahmen richtig sind: erstens Berlin, zweitens keine Festspiele, drittens keine Premiere, dann können Sie (leider) gar nichts falsch machen, wenn Sie einigermaßen schlicht gekleidet sind. Da passt von Ihrer angebotenen Kleiderauswahl sowohl das Etuikleid, das ich empfehlen würde, als auch der Hosenanzug. Aber Sie dürfen bitte nicht verzweifeln, wenn Sie so manchen Opernfan mit kaputten Jeans und mit Rucksack (!) im festlich-(neo-)barocken Publikumsraum sichten.

Wenn Sie noch keinen Begleiter haben  -  ach nein, aufdrängen, das tut man natürlich nicht  -  aber ich kann Ihnen bestimmt eine Menge Wissenswertes zur Oper sagen :-)

Jetzt noch zur Kleiderfrage zu der Hochzeit. Da kommt es natürlich auch auf das Wetter an. Ich würde an Ihrer Stelle ein langes Kleid tragen, jedenfalls dann, wenn Sie in Begleitung eines Herrn erscheinen, der einen Smoking trägt. Manche Herren haben für Gartenfeste und Feste auf dem Schiff und auch für sehr heiße Abende im Festspielhaus einen weißen Smoking. Beim weißen Smoking  -  das nur zur Erläuterung  -  ist nur das Jackett weiß, und auch das ist nicht richtig weiß, sondern eher „ecrú“, sonst ist alles wie bei dem ganz normalen schwarzen Smoking, Hose, Weste, Fliege etc. Zu solch einem festlichen Herrenoutfit passt auf jeden Fall ein festlich-langes Sommerkleid, das Sie, wenn’s abends kühler wird, um ein großes Seiden- oder Kaschmirtuch (für eine Pelzstola sind Sie noch zu jung, das wäre zu aufgesetzt) ergänzen können. So würde ich dort auch erscheinen, wenn Sie alleine hingehen. Falls Sie jedoch mit einem Begleiter dorthin gehen, der nur einen Anzug (schick wäre dann für ihn ein schwarzer Anzug aus Popeline oder aus einem Stoff mit sehr viel Seidenanteil) trägt, ist Ihr Etuikleid auch dort richtig. Der Hosenanzug ist besser fürs Business geeignet.

Viel Spaß und herzliche Grüße,

Uwe Fenner

 

INSTITUT FÜR STIL & ETIKETTE

Knigge-Seminare – http://www.institut-fuer-stil-und-etikette.de

BOECKHSTRASSE 26, 10967 BERLIN (KREUZBERG)

 

Tel. +49 (0)30 – 755 499 – 49, Mobil +49 (0)171 – 380 24 21

Email u.fenner@fenner.de – Internet http://www.fenner.de

 

NEU: Uwe Fenners Knigge & Karriere App für iPhone und iPod Touch: jetzt abonnieren <http://itunes.apple.com/de/app/knigge-app-built-by-appmakr/id349530143?mt=8> !

 

Uwe Fenners Buch “Erfolgreich mit Stil – Der Knigge für alle Lebenslagen”

inkl. internationaler Business-Etikette

http://www.institut-fuer-stil-und-etikette.de/stil-shop/erfolgreich/

< >< ><–>

Herr P. schrieb:

Sehr geehrter Herr Fenner,

eine kurze Frage zum Thema Cut: trage ich den Cut geschlossen oder (wie den Frack) stets geöffnet?

Ich danke Ihnen schon jetzt für die Antwort.

Mit freundlichen Grüßen aus Lübeck

gez. M. P.

Meine Antwort:

Sehr geehrter Herr P.,

der Frack ist nicht zuknöpfbar. Er MUSS stets offen getragen werden. Sein taillenbetonter Schnitt und die langen Rockschöße sorgen dafür, dass er trotzdem immer gut sitzt und gut aussieht.

Der Cutaway wird - wie ein normaler Anzug - zugeknöpft, sobald man sich erhebt. Im Sitzen offen - im Stehen und Gehen an dem einzigen Knopf vorne stets zugeknöpft.

Herzlichst,

Ihr

Uwe Fenner

INSTITUT FÜR STIL & ETIKETTE

Knigge-Seminare - http://www.institut-fuer-stil-und-etikette.de

BOECKHSTRASSE 26, 10967 BERLIN (KREUZBERG)

Tel. +49 (0)30 – 755 499 – 49, Mobil +49 (0)171 – 380 24 21

Email u.fenner@fenner.de – Internet http://www.fenner.de

NEU: Uwe Fenners Knigge & Karriere App für iPhone und iPod Touch: jetzt abonnieren <http://itunes.apple.com/de/app/knigge-app-built-by-appmakr/id349530143?mt=8> !

Uwe Fenners Buch “Erfolgreich mit Stil – Der Knigge für alle Lebenslagen”

inkl. internationaler Business-Etikette

http://www.institut-fuer-stil-und-etikette.de/stil-shop/erfolgreich/

Ein alter Freund von mir, der als Deutscher schon lange als Anwalt in Houston arbeitet, schrieb mir:

Lieber Uwe,

H. und ich sind Mitglieder des American Council on Germany.  Bei internationalen Veranstaltungen wird Englisch gesprochen.  Außerdem nennt man sich, wie unter Amerikanern üblich, beim Vornamen.

Wie soll man sich verhalten, wenn man mit deutschen Mitgliedern zu tun hat, die man nicht näher kennt?  Von einem Duz-Comment ist nicht auszugehen, oder?

Herzlichst,

Dein H.

Meine Antwort:

Lieber H.

ich freue mich immer, wenn ich von Dir höre. Zu Deiner Frage:

In solch international gemischten Business-Gesellschaften stellen sich die Amerikaner ja schnell mit ihrem Vornamen vor. Du bist ja nun mal ein kultivierter Deutscher (womit ich keineswegs sagen will, dass amerikanische Businessmen unkultiviert sein müssen. Das trifft sicher sogar eher auf deutsche Manager zu), aber weil Du Deutscher bist, kannst Du Dich auch ein bisschen deutsch benehmen. Und weil Du ein (in USA lebender und dort arbeitender) Deutscher bist, würde ich mich sowieso immer mit Vor- und Nachnamen vorstellen. Dann kannst Du Dich immer auf die anderen einstellen. Zu Amerikanern sagst Du eben, wie immer, „Bill“ und „You“. Zu den Deutschen im Zweifelsfall „Hans“ und „Sie“, es sei denn, der Deutsche hat bei der Selbstvorstellung nur seinen Nachnamen („Guten Tag  -  Müller“) genannt, dann „Sie“!

„Du“ würde ich nie sagen, bevor dieses nicht ausgemacht ist. Ich würde Dir aber raten, mit dem Hinweis, „in diesem internationalen Umfeld ist ja der Vorname üblich, dann sollten wir uns eigentlich ruhig gleich duzen“, das „Du“ zumindest den Dir besonders sympathischen jüngeren Deutschen anzubieten. Das „Du“ ist in Deutschland (leider?!) sehr im Vormarsch und unter Menschen bis zum ersten Job nach der Hochschule schon absolut üblich geworden.

Lass auch weiter von Dir hören und lass Dich, wenn Du in Berlin bist, unbedingt sehen

Lass es Dir gut gehen und sei herzlich gegrüßt,

Dein

Uwe Fenner

Institut für Stil & Etikette – Knigge-Seminare

Böckhstrasse 26, 10967 Berlin – Kreuzberg

Tel. +49(0)30 – 755 499 – 49, Fax +49(0)30 – 755 499 – 48, Mobil +49 (0)171 – 380 24 21

Email u.fenner@fenner.de - Internet http://www.institut-fuer-stil-und-etikette.de

NEU: Uwe Fenners Knigge & Karriere App für iPhone und iPod Touch: jetzt abonnieren!

http://itunes.apple.com/de/app/knigge-app-built-by-appmakr/id349530143?mt=8

Uwe Fenners Buch:

“Erfolgreich mit Stil – Der Knigge für alle Lebenslagen” inkl. int. Business-Etikette

http://www.institut-fuer-stil-und-etikette.de/stil-shop/erfolgreich/

Adelsanrede

Mai 12, 2010

Herr J.S. schrieb:

Sehr geehrter Herr Fenner,

auf Ihrer Website, die ich heute besucht habe, fand ich einen interessanten Austausch über die korrekte Adelsanrede. Wollen Sie mir dazu einige Bemerkungen erlauben?

1) Das Prädikat “Herr”/”Frau” dürfte doch meines Wissens in folgenden Fällen in der brieflichen Adresse zur Anwendung kommen:

a) bei souveränen & mediatisierten Häusern für die Gemahlinnen & weiblichen Agnatinnen.

Bsp:

Seiner Erlaucht

dem Regierenden Grafen von Schönburg-Glauchau

Ihrer Hoheit

der regierenden Frau Gräfin von Schönburg-Glauchau, geborene Prinzessin von Hessen-Kassel

Ihren Durchlauchten

dem Fürsten und der Frau Fürstin Reuß

Ihrer Durchlaucht

der Frau Prinzessin XY von Waldburg-Zeil

(aber: Seiner Durchl. dem Prinzen XY von Waldburg-Zeil)

b) Dasselbe auch bei den Gemahlinnen landständiger Fürsten und Herzöge (womöglich auch bei den Titelherren selbst, da nicht regierend?).

Bsp.:

Ihrer Durchl.

der Frau Fürstin Bismarck

2) Die Abkürzung “v.” für “von” dürfte strenggenommen bei souveränen/mediatisierten Titulierte nicht in Anwendung kommen, da ihre Titel ursprünglich landesherrliche Souveränität anzeigen, ebenso wenig wie die Weglassung des Prädikats vom Grafen aufwärts. Also “Fürst von Waldburg-Zeil” oder “Graf von Schönburg-Glauchau” (auch “Freiherr von und zu Guttenberg”, da reichsunmittelbar), aber “Fürst (v.) Bismarck”, “Graf (v.) Arnim”, “Freiherr v. Plettenberg”.

3) Schließlich in offiziellen brieflichen Äußerungen dürfte das “Herr” vor den Titel von Souveränen/Mediatisierten bis zum Großherzog aufwärts (aus Courtoisie auch bei Landständigen vom Fürsten aufwärts) gestellt werden.

Ich bin mir allerdings in Vielem aufgrund widersprüchlicher Angaben nicht ganz sicher. Ihre Meinung interessiert mich also brennend!

Mit bestem Gruß,

Ihr K.S.

Meine Antwort:

Sehr geehrter Herr S.,

Ihre Anredefrage ist kompliziert, und ich würde nicht mehr so schreiben. Fast 100 Jahre nach amtlicher Abschaffung des Adels als Klasse oder Stand befinden wir Bürger uns zweifellos in der Position der gesellschaftlichen Gleichrangigkeit. Das heißt, wir respektieren die Besonderheit adliger Namen und die Gefühle ihrer Träger und gebrauchen bis zu einem gewissen Grade auch mit dem Namen zusammenhängende Anreden. Allerdings niemals solche, die Adelspersonen als wertig überlegen bezeichnen. Deswegen glaube ich, ist es richtiger, die Erlauchten und Durchlauchten wegzulassen.

Damit ergibt sich von alleine, dass ich Fürst und Fürstin Bismarck mit “Fürst und Fürstin Johannes von Bismarck” oder “Fürst Johannes v. Bismarck und Fürstin Edelgard v. Bismarck” adressiere, aber mit “Sehr verehrte Fürstin, sehr geehrter Fürst Bismarck” im Brief und mit “Guten Tag, Fürstin! - Guten Tag Fürst Bismarck!” live anrede.

Die früher vorgeschriebenen Anreden müssen selbst in diesen Dingen gebildete Adlige häufig dem Gotha entnehmen. Ich persönlich halte sie aber nicht mehr für zeitgemäß und damit potenziell sogar für ein bisschen unhöflich gegenüber den vermeintlich Geehrten, weil man sie - namentlich vor Dritten - unter Umständen mit diesen heute gekünstelt wirkenden Anreden bepeinlicht.

Herzlichst,

Ihr

Uwe Fenner

Institut für Stil & Etikette – Knigge-Seminare

Böckhstrasse 26, 10967 Berlin – Kreuzberg

Tel. +49(0)30 – 755 499 – 49, Fax +49(0)30 – 755 499 – 48, Mobil +49 (0)171 – 380 24 21

Email u.fenner@fenner.de - Internet http://www.institut-fuer-stil-und-etikette.de

NEU: Uwe Fenners Knigge & Karriere App für iPhone und iPod Touch: jetzt abonnieren!

http://itunes.apple.com/de/app/knigge-app-built-by-appmakr/id349530143?mt=8

Uwe Fenners Buch:

“Erfolgreich mit Stil – Der Knigge für alle Lebenslagen” inkl. int. Business-Etikette

http://www.institut-fuer-stil-und-etikette.de/stil-shop/erfolgreich/

Sehr geehrter Herr Fenner,

erlauben Sie mir bitte drei Fragen, wovon wenigsten die Fragen 1 und 2 auch von allgemeinem Interesse sein könnten:

  1. Ich erhalte eine Einladung zu einer Geburtstagsparty im privaten Freundeskreis mit dem Dresscode Hinweis „dunkler Anzug“. Kann oder sollte ich einen Smoking mit Lackschuhen bevorzugen oder doch nur einen dunkelgrauen Businessanzug. Beim Smoking könnte ich vielleicht als overdressed wirken, oder?
  2. Ist es grundsätzlich in Ordnung im Business Konfektionsanzüge zu tragen oder raten Sie grundsätzlich zur Maßkonfektion?
  3. Als gebürtiger Hamburger habe ich meinen Lieblingsherrenausstatter Staben in Hamburg. Da ich nun aber in der Nähe von Potsdam wohne und in Berlin arbeite stellt sich die Frage nach einem von Ihnen empfohlenen Ausstatter in Potsdam oder Berlin. Können Sie mir da weiterhelfen?

Für die Beantwortung bedanke ich mich schon im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

O. O.

Meine Antwort:

Sehr geehrter Herr O.,

es ist mir eine Freude, Ihnen zu antworten; wie Sie vielleicht wissen, habe ich schon einige Seminare für Ihr Unternehmen gegeben. Vielleicht buchen Sie mich gelegentlich für ein Seminar für die Mannschaft Ihrer Zweigniederlassung. Das würde mich sehr freuen. Referenzen gibt Ihnen insbesondere Herr M. J., der mit unterschiedlichen Mitarbeitern schon an zwei meiner Seminare teilgenommen hat.

Doch nun zu Ihren Fragen:

  1. Dresscode „Dunkler Anzug“ heißt dunkler Anzug. In diesem Fall läuft der Gast im Smoking Gefahr, der Einzige dort zu sein, der den „kleinen Abendanzug“, den Smoking trägt. Richtig ist bei diesem Dresscode ein dunkelgrauer, dunkelblauer oder schwarzer Businessanzug. Dazu gehören schwarze, wenig oder gar nicht gemusterte Schuhe und ein schwarzer Gürtel mit einer Metallschnalle in der Farbe Ihrer Uhr. Die Anzüge sind ungemustert. Sie können aber auch einen dunkelblauen Nadelstreifen-Anzug anziehen. Dazu bitte keine weiteren Streifen mehr. Einmal Streifen (Anzug oder Hemd oder Krawatte), nicht mehr! Weißes Hemd ist aber immer richtig, natürlich mit Manschettenknöpfen, ebenfalls in der Farbe von Uhr und Gürtelschnalle (Golduhr zu goldfarbener Gürtelschnalle und goldenen Manschettenknöpfe oder Silber/Stahl).
  1. Die Frage Konfektionsanzug oder Maßkonfektion oder Maßanzug kann man nicht generell beantworten. Wenn Sie eine Konfektionsfigur haben, liegen Sie mit Konfektionsanzügen manchmal sogar besser als mit handgeschneiderten Maßanzügen. Denn wenn eine große Anzugmarke ein Anzugmodell auf den Markt bringt, hat der beste Zuschneider, den es gibt, dabei mitgewirkt. Der Konfektionsanzug ist deshalb, wenn Sie auf sehr gute Stoffe achten, häufig schmissiger als Anzüge vom Schneider. Deshalb rate ich persönlich Herren, denen Konfektionsanzüge perfekt sitzen, zu diesen. Aber Achtung! Die meisten Herren achten nicht auf den richtigen Sitz im Rücken. Dort muss eine konkave Linie sichtbar werden, sonst lieber hinten etwas enger machen lassen! Manche Maßanzugträger lieben es, einen der Ärmelknöpfe aufzuknöpfen, um den anderen zu zeigen, dass man „made by measurement“ trägt. Denn die Knopflöcher bei Konfektionsanzügen sind keine echten Knopflöcher; sie sind zugenäht.

Wieder andere haben gerne hinter dem linken Revers eine Stofflasche und eine Schlaufe darüber, damit ihnen eine Lady eine Nelke oder Rose durchs Reversknopfloch stecken kann, die dann auch in dieser aufrechten Position hält und stehen bleibt. Das geht nur bei Maßanzügen, deren Knopflöcher eben wirklich Knopflöcher sind und bei deren Anfertigung man dem Schneider entsprechende Direktiven geben kann.

  1. Gute Herrenausstatter in Berlin sind Mientus und Patrick Hellmann. Bei Patrick Hellmann muss man allerdings besonderes Augenmerk auf die Stoffqualität richten. Manche günstigen Angebote sind sonst nur eine halbe Saison chic. Ein sehr guter Laden ist auch SÖR, eine Filiale von SÖR kennen Sie vielleicht aus Hamburg.

Auch Ihnen schöne Feiertage und

herzliche Grüße,

Ihr

Uwe Fenner

Institut für Stil & Etikette – Knigge-Seminare

Böckhstrasse 26, 10967 Berlin – Kreuzberg

Tel. +49(0)30 – 755 499 – 49, Fax +49(0)30 – 755 499 – 48, Mobil +49 (0)171 – 380 24 21

Email u.fenner@fenner.de - Internet http://www.institut-fuer-stil-und-etikette.de

NEU: Uwe Fenners Knigge & Karriere App für iPhone und iPod Touch: jetzt abonnieren!

http://itunes.apple.com/de/app/knigge-app-built-by-appmakr/id349530143?mt=8

Uwe Fenners Buch:

“Erfolgreich mit Stil – Der Knigge für alle Lebenslagen” inkl. int. Business-Etikette

http://www.institut-fuer-stil-und-etikette.de/stil-shop/erfolgreich/

Herr C. M. schrieb via Facebook:

Hallo Herr Fenner,
wir hatten eine Diskussion zum Thema Aufsichtsrat. Können Sie mir beantworten, wie man in einen Aufsichtsrat kommt?
Ansonsten wünsche ich ein schönes Wochenende und viele Grüße aus L.

C. M.

Meine Antwort via Facebook:

Sehr geehrter Herr M.,

es ist ganz einfach: Sie müssen nur von der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft oder von den Gesellschaftern einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die einen Aufsichtsrat unterhält, gewählt werden.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Herzlichst,

Ihr Uwe Fenner.

Institut für Stil & Etikette – Knigge-Seminare

Böckhstrasse 26,  10967 Berlin

Tel. +49(0)30 – 755 499 – 49, Fax +49(0)30 – 755 499 – 48, Mobil +49 (0)171 – 380 24 21

Email u.fenner@fenner.de - Internet http://www.institut-fuer-stil-und-etikette.de

NEU: Uwe Fenners Knigge & Karriere App für iPhone und iPod Touch: jetzt abonnieren!

http://itunes.apple.com/de/app/knigge-app-built-by-appmakr/id349530143?mt=8

Uwe Fenners Buch:

“Erfolgreich mit Stil – Der Knigge für alle Lebenslagen” inkl. int. Business-Etikette

http://www.institut-fuer-stil-und-etikette.de/stil-shop/erfolgreich/